Artwork

Stahl-Werke

Sporns Motive sind alte Maschinen und Maschinenteile, denen er durch seine Art der Fotografie zu neuer Wirkungskraft verhilft.„Die Schönheit im Vergänglichen“ so beschreibt Andreas Sporn das Leitmotiv für seine STAHL-WERKE. Dies völlig zurecht, denn wer die Bilder, jedes mit einem individuell auf das jeweilige Motiv angepassten Stahlrahmen versehen, betrachtet, wird schnell in den Bann dieser Schönheit gezogen. Die Nahaufnahmen des farbigen Metalls erlauben es dem Betrachter, in die leblosen Maschinen neue Vitalität hineinzudenken, im vermeintlich glatt geschliffenen Material Einschlüsse, Risse und Abnutzungsspuren zu erkennen, menschlichen Narben ähnlich und von erzwungener wie natürlicher Vergänglichkeit gleichermaßen zeugend.Hunderte, tausende von Fotos hat Andreas Sporn über die Jahre von „seinen“ Maschinen und Metallteilen geschossen, die er in Stuttgart hinter einer alten Wagenhalle entdeckt hat. Die Bearbeitung der Bilder gestattete es ihm, die tieferen Aspekte seiner Motive zutage treten zu lassen. Die acht STAHL-WERKE stellen die Essenz dieses aufwendigen und intensiven Prozesses dar“, so Andreas Sporn. Offensichtliches allerdings wird man auf den Fotos nur schwerlich entdecken. Ein simples, eindeutiges Benennen des Dargestellten ist aufgrund der neu entstehenden Bedeutungsvielfalt nahezu unmöglich.

Stadtzeitung Tübingen